So charmant und resolut wurde noch
kein Mörder dingfest gemacht.

 

MichaelyEin allergischer Schock durch drei Wespenstiche? Frau Helbing ist sich sicher, dass ihr freundlicher Nachbar, der namhafte Fagottist Henning von Pohl, einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Die pensionierte Fleischereifachverkäuferin mag zwar von klassischer Musik ebenso wenig verstehen wie von moderner Technik, aber mit Mordfällen kennt sie sich aus: Seit dem Tod ihres Mannes Hermann, mit dem sie vierzig Jahre lang eine Metzgerei im Hamburger Grindelviertel geführt hat, liest sie in ihrer Freizeit am liebsten Kriminalromane. Leider hält nicht nur ihre exzentrische Freundin Heide ihren Verdacht für ein Hirngespinst, sondern auch die hochnäsige Kommissarin Schneider. Nur der Schneider Herr Aydin hat ein offenes Ohr für Frau Helbing und ermutigt sie, ihrem Instinkt zu folgen. Allerdings birgt so ein Kriminalfall im echten Leben auch einige Gefahren …

Frau Helbing wohnt im Hamburger Grindelviertel, in einer Straße, die Rutschbahn heißt. Vierzig Jahre lang hat sie in ihrer eigenen Metzgerei Grütz- und Fleischwurst über die Ladentheke gereicht, ihr Schlachtermesserset hält sie auch nach ihrer Pensionierung noch in Ehren. Wenn sie nicht gerade in einem Mordfall ermittelt, beginnt der Tag für Frau Helbing mit einer Tasse Filterkaffee und einer Scheibe Graubrot mit Quittengelee. Danach geht sie ihren Lieblingsbeschäftigungen nach: Krimis lesen, auf dem Isemarkt einkaufen, kochen und Staubsaugen. Jeden Sonntag besucht sie ihren Mann Hermann auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Schließlich waren sie 42 Jahre verheiratet. Da wäre es doch unhöflich, Hermann nicht über den Stand ihrer Ermittlungen aufdem Laufenden zu halten. Und unhöfliche Menschen kann Frau Helbing gar nicht leiden.

Frau Helbing und der tote Fagottist hat den GLAUSER-Preis 2022 in der Kategorie Debütroman gewonnen. Aus der Begründeung der Jury: »Herr von Pohl ist tot. Wie es dazu kam, wer es war und worum es hier eigentlich geht, erzählt Eberhard Michaely wunderbar lakonisch, unaufgeregt und auch weitgehend unblutig – auch wenn die »Waffen« der Metzgersgattin und Witwe ohne Vornamen Ausbeinmesser, Schweinespalter und Schlachtmesser heißen.«

 

EBERHARD MICHAELY
Frau Helbing und der tote Fagottist
Roman
240 Seiten | Klappenbroschur
€ (D) 15,90 | sFr 21,50 | € (A) 16,40
ISBN 978 3 311 30008 3 | Auch als E-Book
lieferbar

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