Kafkas berühmter »Riesenbrief« in seiner Handschrift:
ein einzigartiges Zeugnis
Faksimile und Transkription. Nachwort von Joachim Unseld.

 

Franz Kafka: Brief an den VaterDer Sohn ein Literat von Weltrang, der Vater ein einfacher Kaufmann. Der Sohn ein Zweifler von schwacher Gesundheit, der Vater strotzend vor Kraft und Selbstbewusstsein. 1919 schreibt Franz Kafka seinem Vater Hermann einen Brief, der den Empfänger nie erreicht. Er ist Verteidigungs- und Anklageschrift in einem. Auf hundert Seiten (Kafka selbst sprach von einem »Riesenbrief«) zeichnet der Sohn das Bild eines übermächtigen Vaters, eines Tyrannen, der den unglücklichen Versicherungsangestellten Franz, der nur nachts die Zeit zum Schreiben findet, sein Lebtag unterdrückt. Ein Vorwurf folgt dem nächsten, der Vater tritt dem Leser als Monstrum entgegen. Auf den letzten Seiten aber schlüpft der Ankläger in die Rolle des Angeklagten und übernimmt die Verteidigung …

Kafkas Brief an den Vater ist viel mehr als ein biographisches Zeugnis, versammelt er doch die großen Themen seines Werks. In dieser Ausgabe kann der Brief in Kafkas Handschrift (und in einer seitenidentischen Transkription) bewundert und gelesen werden. Als das Manuskript 1984 entdeckt wurde, wurde es als Sensation gefeiert. Auch aus ästhetischen Gründen, denn die Schönheit der Schrift Kafkas ist beeindruckend.

»Wer immer sich mit Kafka beschäftigt, greift auf diesen Brief zurück.«
Marcel Reich-Ranicki

FRANZ KAFKA
Brief an den Vater
Faksimile im Originalformat und Transkription
Mit einem Nachwort von Joachim Unseld
ca. 240 Seiten | Leinen mit Titelschild | 15 x 23,5 cm
ca. € (D) 44,– | ca. sFr 54,50 | ca. € (A) 45,20
ISBN 978 3 311 23000 7
erscheint am 11. März 2019

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