»Einer der letzten Leuchttürme der europäischen Hochkultur.«
Iris Radisch / Die Zeit

 

George Steiner: Ein langer SamstagAls Laure Adler dem großen Gelehrten und Literaturwissenschaftler George Steiner zum ersten Mal begegnet, weiß sie noch nicht, dass dieser Nachmittag, der in einem Garten in Oxford beginnt, ein langer sein wird: Über mehrere Jahre treffen sich die beiden immer wieder, um ihr Gespräch fortzusetzen. Steiner, einer der letzten wahren Flaneure, rekapituliert das 20. Jahrhundert. Seine Eltern fliehen vor dem wachsenden Antisemitismus in Wien nach Paris und 1940, in allerletzter Minute, weiter nach New York. Eine Frage wurde zum Angelpunkt von Steiners Denken: Wie konnte das zivilisierte, kultivierte Europa diese unvorstellbare Barbarei hervorbringen? Steiners Geisteshaltung ist von seiner Biographie beeinflusst: seine Liebe zur Sprache genauso wie seine Verachtung für die großen Mythen des 20. Jahrhunderts – die Psychoanalyse, den Marxismus und Strukturalismus. Aber George Steiner führt die Leser nicht nur bravourös durch die Geistesgeschichte des vergangenen Jahrhunderts, immer wieder kehrt der Literaturwissenschaftler, der viele Jahre lang einen Lehrstuhl in Oxford innehatte, zu seiner großen Liebe, der Musik, zurück, die für ihn Ausdruck reiner Lebenslust ist.

LAURE ADLER, 1950 im französischen Caen geboren, studierte Philosophie und wurde in Geschichte promoviert. Von 1999 bis 2005 war sie Intendantin des Radiosenders France Culture. Heute leitet sie die bekannte Gesprächssendung L’heure bleue bei Radio France Inter. Sie hat zahlreiche biographische Bücher veröffentlicht.

 

»Man könnte ewig weiterlesen.«
Eva Hepper / Deutschlandfunk Kultur

 

GEORGE STEINER
Ein langer Samstag
Ein Gespräch mit Laure Adler
Originaltitel: Un long samedi
Aus dem Französischen von Nicolaus Bornhorn
176 Seiten | Klappenbroschur
€ (D) 16,– | CHF 21,50 | € (A) 16,50
ISBN 978 3 311 14007 8
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