Der Blick des Romanciers: Simenon als Fotograf
Mit einem Vorwort von William Boyd

Georges Simenon: Die Jahre mit der Leica

Schon sehr früh begeisterte sich Simenon für Fotografie, mit vielen Fotografen seiner Zeit, die heute Weltruhm genießen, war er befreundet. Fruchtbare Freundschaften: Die ersten Maigret-Ausgaben schmückten Fotos von Man Ray und Robert Doisneau, damals eine revolutionäre Idee, die sofort kopiert wurde. In den dreißiger Jahren, als ihm dank Maigret endlich der Durchbruch als Schriftsteller gelungen war, wurde Simenon von auflagenstarken Zeitschriften für Reportagen beauftragt. Und er ließ sich nicht zweimal bitten, denn diese Aufträge waren hoch dotiert und befriedigten außerdem seine Reiselust. Frankreich, Belgien, Afrika, Osteuropa, die Südsee waren die Destinationen. Und die Bilder zu seinen Texten machte er selbst.
Simenon war als Fotograf ein Amateur, aber die Fotografien – über 1000 sind in jenen Jahren entstanden – zeichnen sich aus durch einen unvoreingenommenen Blick, einen sicheren Instinkt für ausdrucksstarke Motive. Sehenswürdigkeiten, Landschaften interessierten ihn nicht so sehr, Simenons Augenmerk lag auf dem Menschen – wie in seinen Romanen. Mit der letzten Reportage, die ihn 1935 nach Tahiti führte, endete seine Exkursion in die Fotografie. Danach schoss Simenon nur noch, sehr selten, Fotos von seiner Familie. Und schrieb.

GEORGES SIMENON
Die Jahre mit der Leica
Fotografien 1931–1935
Mit einem Vorwort von William Boyd, mit über 200 Fotos
18 x 24 cm | ca. 240 Seiten | Hardcover mit Schutzumschlag
ca. € (D) 34,– | ca. sFr 44,50 | ca. € (A) 35,–
ISBN 978 3 311 13433 6
erscheint im Mai 2020

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