Mitleid darf er so wenig erwarten wie Gnade. Sie ist die Schülerin, er der Lehrer – und das Urteil schnell gefällt. Zu schnell?

 

Offene Fenster, offene TürenNiemanden würde Casper Arbenz’ Affäre mit Juliette Noirot interessieren. Wäre er nicht 55 und sie 19. Wäre er nicht Dozent an der Jazzschule, an der sie Gesang studiert. Hätten Casper und Juliette nicht während eines Kon- zerts in einem Probenraum Sex gehabt. Gäbe es davon nicht ein Video, das jetzt in den sozialen Medien kursiert. Die Schulleitung, die ganze Stadt ist entsetzt. Wellen der Empörung schla- gen Casper und Juliette entgegen, Schuldzuweisungen, Hass und Hetze stellen ihr Leben auf den Kopf. Was darf noch privat sein, was gehört in den öffentlichen Diskurs? Und wird es den beiden gelingen, sich von den Meinungen anderer zu befreien und die Katastrophe als Chance für einen Neuanfang zu nutzen?
Hansjörg Schertenleib urteilt nicht, erzählt nüchtern alternierend aus der Perspektive seiner beiden Figuren und legt das Gebaren einer manipulativen Gesellschaft offen, die sich aufgeklärter gibt, als sie in Tat und Wahr- heit ist, und die keine Grautöne mehr kennt.

HANSJÖRG SCHERTENLEIB
Offene Fenster, offene Türen
Roman
256 Seiten | Gebunden
ca. € (D) 22,– | ca. sFr 30,– | ca. € (A) 22,60
ISBN 978 3 311 10064 5 | Auch als E-Book
erscheint am 26. August 2021

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