150. Geburtstag am 31. Dezember 2019
Das verlorene Gespräch – nach 70 Jahren entdeckt

 

Henri Matisse: Kunst sollte sein wie ein bequemer Sessel

Im Frühling 1941 treffen sich Henri Matisse und der Schweizer Literaturkritiker Pierre Courthion zu mehreren Gesprächen – »Plaudereien«, wie Matisse sie genannt haben will. Er erholt sich gerade von einer schweren Operation, Frankreich ist schon von den Nazis besetzt, und so ist es Matisse ein Anliegen, nicht nur auf sein eigenes Leben zurückzublicken, mit großer Offenheit von seiner Kindheit, den Lehrjahren im Atelier von Gustave Moreau und seinen unzähligen Reisen zu erzählen; es geht ihm auch darum, das kulturelle Erbe Frankreichs zu verteidigen. Er gibt umfassend Einblick in das Leben der künstlerischen Avantgarde der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Matisse spricht über seine Weggefährten – Maler, Schriftsteller, Musiker, Politiker –, über seine Erfahrungen mit Sammlern und über Ruhm, und natürlich immer wieder über die Malerei. Aus dem fertigen Manuskript wird aber nicht, wie geplant, ein Buch, es verschwindet in Pierre Courthions Schublade – erst vor Kurzem, nach fast 70 Jahren, tauchte es in seinem Nachlass auf. Eine außergewöhnliche Entdeckung, ein beeindruckendes Zeitdokument über einen der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts.

HENRI MATISSE
Kunst sollte sein wie ein bequemer Sessel
Plaudereien mit Pierre Courthion
Originaltitel: Bavardages. Les entretiens égarés
Aus dem Französischen von Thomas Bodmer
288 Seiten | Hardcover mit Schutzumschlag
€ (D) 24,– | sFr 32,50 | € (A) 24,70
ISBN 978 3 311 14016 0 | Auch als E-Book
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