»Kunst ist auch Nahrung. Ebenso wichtig wie Brot.
Und Liebe.«

 

Sie sagt selbst, viele ihrer Filme seien entstanden, um Druck vom Herzen zu nehmen. Ihr Lebensweg ist ein verschlungener. Ausgebombt in Berlin, zog sie mit der Mutter bald nach Düsseldorf, lebte später in München, Rom, Paris, dann wieder in München. Von ihrer Halbschwester erfuhr sie erst nach dem Tod der Mutter. Der Vater war meist abwesend. Glück fand sie in der Kunst: zunächst in den Büchern. Alles habe sie weggelesen als Kind. Im Gespräch mit dem Autor und Filmpublizisten Thilo Wydra erzählt Margarethe von Trotta von den Ängsten ihrer Jugend, den ersten Schritten als Schauspielerin in München – von Fassbinder, der sie mit keinem anderen Regisseur teilen wollte –, von den gemeinsamen Filmen mit ihrem damaligen Ehemann Volker Schlöndorff, vor allem aber von ihren eigenen, den Biographien über Hannah Arendt, Hildegard von Bingen und Rosa Luxemburg, und ihrem internationalen Durchbruch mit Die bleierne Zeit – eine Zeit, die sie selbst intensiv erlebt hat: den Deutschen Herbst. Und natürlich kommt die Sprache auf die zwei Filmschaffenden, die sie bis heute am meisten beeindrucken: Ingmar Bergman und Alfred Hitchcock, zwei Regisseure, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Aber auch von den großen Lieben ihres Lebens erzählt sie – und noch vieles andere mehr.

 

»Wie alterslos ihre wunderbaren Kinoarbeiten sind, zeigt etwa das Meisterwerk
Die bleierne Zeit, das den Spuren einer RAF-Terroristin folgt. Die Zeitstimmung einzufangen, auch das gehört zu den großen Meisterleistungen Margarethe von Trottas.«
 Ludger Fittkau / Deutschlandfunk  

»Deutschlands prägendste Regisseurin.«
Vladimir Balzer / Deutschlandfunk Kultur   

 

MARGARETHE VON TROTTA
Gegenwärtig sein
Gespräche mit Thilo Wydra
352 Seiten | Gebunden mit Schutzumschlag
€ (D) 24,– | sFr 32,50 | € (A) 24,70
ISBN 978 3 311 14035 1 | Auch als E-Book
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