Beschreibung
In den 1920er-Jahren herrscht im Norden Burmas das British Empire als unerbittliche Kolonialmacht. Der fünfunddreißigjährige englische Teakholzhändler John Flory bekämpft seine Einsamkeit in dem fremden Land mit Alkohol und Prostituierten und besucht fast täglich den European Club. Gleichzeitig begeistert ihn die Kultur der Burmesen, was ihn an der Kolonialpolitik der Krone immer stärker zweifeln lässt. Als ein mächtiger Distriktrichter droht, den Ruf des indischen Arztes und Gefängnisdirektors Dr. Veraswami durch eine Intrige zu zerstören, macht es sich Flory zur Aufgabe, seinem Freund zu helfen. Denn nur mit dessen Unterstützung kann Veraswami es schaffen, in den einflussreichen European Club aufgenommen zu werden. Zugleich scheint Flory mit Elizabeth Lackersteen, die plötzlich in der Stadt auftaucht, endlich eine treue Gefährtin gefunden zu haben. Doch deren Tante hat andere Pläne für die junge Frau.






Pressestimmen
»Manfred Alliés Neuübersetzung schärft dazu die sprachlichen Konturen und lässt die Drastik der satirischen Darstellung nur umso greller hervortreten …« Tobias Döring / Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Manfred Allié hat dieses vielversprechende Romandebüt mit bewährter Kompetenz übersetzt und ihm ein nützliches Glossar angloindischer Begriffe mitgegeben.« Werner von Koppenfels / Neue Zürcher Zeitung
»Das 20-Jahre-Jubiläum des Dörlemann Verlags dient mir als willkommener Anlass, Tage in Burma, George Orwells Erstlingsroman, zu empfehlen. Die Neuübersetzung erschien 2021 und zeigt drastisch die Bigotterie der Kolonialgesellschaft.« Heidi Glauser / Buchhandlung am Hottingerplatz
»Schonungslos beschreibt der Autor die Überheblichkeit der Weißen, die sich mit ihren kläglichen Privilegien von den Einheimischen abgrenzen. … Der spätere Autor von Farm der Tiere und 1984 schafft nicht nur eine dichte Milieuschilderung mit farbenprächtigen Naturbeobachtungen und einprägsamen, vielleicht mitunter holzschnittartigen Charakteren, sondern auch eine spannende Geschichte.« Stefan May / Forum – Das Wochenmagazin
»Unter den neu aufgelegten und neu übersetzten Büchern aus früheren Jahrzehnten oder Jahrhunderten hat uns Tage in Burma, der Debütroman des britischen Schriftstellers George Orwell, besonders überzeugt. … Beim Sozialkritiker Orwell allerdings korrespondiert der innere Verfall besonders deutlich mit dem Niedergang des British Empire. Daneben beeindruckt Tage in Burma durch Landschaftsbeschreibungen, die die soziale Enge in der Weite des burmesischen Dschungels eindrücklich illustrieren.« Peter Zimmermann / Ex libris, ORF Ö1